LEW Chronik

Strom für Bayerisch Schwaben – Die Geschichte der Lechwerke

Über 120 Jahre Energiegeschichte auf 328 Seiten: Die Chronik „Strom für Bayerisch-Schwaben. Die Geschichte der Lechwerke“ zeichnet den Weg der LEW von den Anfängen der Elektrifizierung bis zur Energiewende nach. Fundiert recherchiert, wissenschaftlich aufgearbeitet und voller spannender Geschichten. 

Mit dem Buch „Strom für Bayerisch-Schwaben. Die Geschichte der Lechwerke“ liegt seit 2024 eine fundierte und zugleich spannende Chronik von über 120 Jahren technischer und gesellschaftlicher Entwicklung in der Region vor. 

Von den Anfängen der Stromerzeugung in Gersthofen über den Ausbau der Wasserkraftwerke und der Netzinfrastruktur bis hin zur Energiewende bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Geschichte der Energieversorgung. Ein wichtiger Schwerpunkt des Buches liegt auf der NS-Zeit und dem Einsatz von Zwangsarbeitern im Unternehmen während des Zweiten Weltkrieges. 

 
Unternehmensarchiv als Basis 

Grundlage für das Buch war das Unternehmensarchiv der Lechwerke. Dort wurde in den vergangenen Jahren systematisch historisches Material erschlossen, welches nun zusätzliche Einblicke in die Regionalgeschichte ermöglicht. Der umfangreiche Bestand an Dokumenten, Bildern und Exponaten steht in Zukunft der wissenschaftlichen Nutzung offen. 

„Seit mehr als 120 Jahren versorgen wir die Region mit Strom. Vieles, was uns heute als LEW ausmacht, lässt sich eindrucksvoll aus den zahlreichen Meilensteinen vergangener Epochen ableiten – nicht zuletzt unser heutiges Leitbild: grün, regional, digital,“ sagt LEW-Vorstand Dietrich Gemmel. 

Die Lechwerke beauftragten den auf Unternehmenshistorien spezialisierten Dienstleister Neumann & Kamp mit der Erstellung einer Unternehmensgeschichte in Buchform nach wissenschaftlichen Standards. Das 328 Seiten starke Werk der Autoren Lukas Wollscheid, Katharina Roth und Matthias Georgi erschien 2024 im Verlag Friedrich Pustet und zeichnet nicht nur den Weg der Elektrifizierung in Bayerisch-Schwaben nach, sondern bettet die Unternehmensgeschichte der Lechwerke in einen breiten wirtschafts-, politik- und sozialgeschichtlichen Kontext ein. 

 
Wie kocht man „elektrisch“? 

Die Autoren stießen bei ihren Recherchen immer wieder auf kleine und große Geschichten, die sowohl das Verständnis für vergangene Epochen schärfen als auch ein modernes Publikum mit dem Wissen von heute zum Schmunzeln bringen dürften. 

„Was für uns als Historiker zum Beispiel völlig neu war, woran sich aber vielleicht noch einige ältere Menschen in Bayerisch-Schwaben erinnern können, sind die LEW-Busse, die auf Marktplätzen zeigen sollten, wie man überhaupt elektrisch kochen kann“, erinnert sich Autor Dr. Matthias Georgi. 

Bisher gab es nur vereinzelte Studien zur Geschichte der Lechwerke, etwa zur Elektrifizierung Bayerisch-Schwabens zwischen 1945 und 1970 oder zur Partnerschaft zwischen LEW und dem Elektrohandwerk. Mit der von Neumann & Kamp veröffentlichten Chronik liegt nun eine umfassende Gesamtdarstellung von der Unternehmensgründung bis in die Gegenwart vor. 

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