Umweltminister Glauber bei der LEW
Wasserkraft ist ein wichtiger Baustein für Bayerns Energiezukunft
Wie können wir sauberen Strom erzeugen und gleichzeitig unsere Flüsse, Tiere und Pflanzen schützen? Mit dieser Frage befassten sich Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft bei einem Besuch der LEW am Kraftwerk Gersthofen.
Am Lech und entlang des Lechkanals zeigt sich, wie Strom aus Wasserkraft, Naturschutz und Klimaanpassung zusammengehen können.
Seit mehr als 125 Jahren erzeugen die Wasserkraftwerke der LEW dort Strom für die Region. Seit drei Jahrzehnten entwickelt die LEW außerdem die Flusslandschaft entlang des Lechkanals ökologisch weiter. Durch die Aufwertung von Seitengewässern wie dem Chardonnay- und Branntweinbach bei Gersthofen oder dem Mädle-Lech bei Meitingen sind wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten entstanden.
Bei einer Exkursion vor Ort konnten die Gäste erleben, wie kühles Wasser aus dem Lechkanal die revitalisierten Seitengewässer und Auen speist und dort wichtige Rückzugsräume für Fische und andere Arten schafft. Auf diesem Ansatz baut auch das EU-geförderte Projekt CONTEMPO2 auf: Weitere Seitengewässer sollen entwickelt und bestehende Lebensräume ökologisch aufgewertet werden, um den Lech an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.
Umweltminister Thorsten Glauber betonte die Bedeutung der Wasserkraft für Bayern. Das Kraftwerk Gersthofen erzeuge seit 125 Jahren regenerativen Strom und zeige beispielhaft, welchen Beitrag Wasserkraft für die Energieversorgung leisten kann. Als verlässliche erneuerbare Energiequelle stärke sie die Versorgungssicherheit, den Wirtschaftsstandort Bayern und sichere Arbeitsplätze in der Region. „Wasserkraft ist ein wichtiger Baustein für Bayerns Energiezukunft.“
Für die LEW knüpft diese Diskussion unmittelbar an die eigene Geschichte an. Seit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen im Jahr 1901 ist der Lech eng mit der Entwicklung des Unternehmens verbunden. Der Besuch von Umweltminister Glauber hat gezeigt, wie wichtig der Austausch über die Zukunft unserer Flüsse ist. Die Aufgabe bleibt dabei dieselbe: Energieversorgung, Naturschutz, Hochwasserschutz und Klimaanpassung gemeinsam zu denken und Lösungen zu entwickeln, die den Menschen, der Natur und der Region langfristig zugutekommen.